Banner beo original Slogan 2

Referenten

thomas linder

Prof. Dr. med. Thomas Linder

Hören und dazugehören aus
Sicht des Ohrchirurgen

Unsere heutige Gesellschaft lebt nach dem Grundsatz „Alle wollen individuell sein, aber wehe, jemand ist anders!“.  Menschen mit einer Schwerhörigkeit fallen zunächst nicht auf, denn ihre Behinderung ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Gerade deshalb ist ein intaktes Gehör für die meisten Menschen selbstverständlich. Umgekehrt werden die Folgen eines Hörverlusts oft unterschätzt. Die vielen Missverständnisse, das häufige Nachfragen oder der Rückzug in die eigene Stille führen zum Zitat von Immanuel Kant „...nicht hören können trennt von den Menschen“. So wie es unterschiedliche Formen der Schwerhörigkeit gibt, bestehen ganz verschiedene Möglichkeiten der Rehabilitation. Für den betroffenen Patienten ist dann erst recht schwierig, sich zwischen mehreren Alternativen entscheiden zu müssen. Die Aufgabe des Ohrchirurgen ist es denn, seinen Patienten das technisch machbare darzulegen, Risiken abzuschätzen und die Alternativen aufzuzeigen, letztlich  aber, die sinnvollste Therapie vorzuschlagen.  Er begleitet Patienten aller Altersgruppen, von der Geburt an bei angeborener Gehörlosigkeit bis ins weit fortgeschrittene Alter bei zunehmender Presbyakusis und Demenz. Sie als  Zuhörer und Zuschauer nehme ich mit auf die spannende Reise durch das Ohr, die verschiedenen Formen der Schwerhörigkeit und die heutigen und vielleicht auch künftigen Möglichkeiten der chirurgischen Hörverbesserungen.

Thomas Linder ist Chefarzt der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohren- und Gesichtschirurgie am Luzerner Kantonsspital, Leiter des Cochleaimplantat-Zentrums und seit über 20 Jahren mit viel Engagement in der Ohr- und Schädelbasis-Chirurgie tätig.


 peter haudenschild

Dr. med. Peter Haudenschild

Tinnitus - Diagnose und Therapie

Tinnitus (Ohrensausen, Ohrgeräusche) ist häufig: 40% der Bevölkerung haben Tinnituserfahrung, 15% hörten einen Tinnitus über längere Zeit, 8% fühlen sich durch Tinnitus belästigt und 0,5% sind in ihrer Lebensfähigkeit durch Tinnitus stark eingeschränkt!

Tinnitus kann in allen Stationen der Hörverarbeitung durch Störung der normalen Signalübertragung entstehen, gehemmt und verstärkt werden. Entscheidend ist schliesslich dessen Wahrnehmung im auditiven Bereich der Hirnrinde.

Hier setzt die klassische Tinnitus-Retrainingtherapie an: Habituation durch passives Auslöschen der Tinnituswahrnehmung und Abschwächen der Reaktion des Organismus auf das Reizsignal Tinnitus mit dem Dreisäulenprinzip Counselling (Information, Messbarkeit, Graduierung), Schalltherapie (Stille meiden, Hör-/Kombigeräte, Noiser) und psychosozialer Therapie.

Vor einer Therapie ist eine gezielte Untersuchung durch einen spezialisierten Hals-Nasen-Ohrenarzt unabdingbar. Der Tinnitus muss gemessen und kategorisiert werden, so dass die bestmögliche, auf den Patienten bezogene Therapie vorgeschlagen werden kann.

Peter Haudenschild ist Facharzt FMH für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie mit Praxis und operativer Tätigkeit in Thun. Seit 20 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Ursachen und Therapie von Tinnitus und Hörstörungen.


 

 adrian isler  adrian isler luchs

Adrian Isler, Hörsystemakustiker

Hörsystemtechnik – Mythen & Märchen vs. Realität

Das öffentliche Interesse bezüglich Hörsystemen hat in den letzten Jahren an grossem Gewicht gewonnen. Dies erstaunt kaum, wenn man die Entwicklungen des Marktes sowohl auf Anbieter-, als auch Nachfrager-Seite berücksichtigt.

Die Tagespresse bringt Berichte mit Schlagzeilen wie etwa «Hörgeräte sind hässlich und unangenehm!» oder «Hörsysteme – Sie bringen nichts und sind völlig überteuert!» Dem gegenüber stehen die Werbestrategien und Slogans der Hersteller und Anbieter. Diese versprechen Grosses und Erstaunliches. Die Palette reicht von «Rückgewinnung der Integration & Lebensqualität», über «Regeneration des Hörens», bis hin zu sogar übermenschlich gutem Hörvermögen, wie etwa «Hören wie ein Luchs!».

Solch kontroverse Aussagen verursachen Unsicherheit und Verwirrung. Statt Aufklärung und Transparenz zu schaffen, wird eine neutrale Beurteilung der Situation verunmöglicht.

Wo liegt die Realität wirklich? Was ist nur Schall und Rauch? Worin liegt der Unterschied zwischen einer Hörhilfe und einem Hörsystem? Was kann ich heute von einem modernen Hörsystem effektiv erwarten? Was ist der aktuelle Entwicklungsstand?

In diesem Referat werden diese Fragestellungen beantwortet und ein kleiner Ausblick in die technischen Entwicklungen gewährt.

Seit mehr als zehn Jahren stehen für Adian Isler sowohl Passion, wie auch Profession für «besseres Hören». Er war in dieser Zeit in verschiedenen Positionen, Bereichen und Unternehmen in der Branche tätig, sowohl auf der Seite des Herstellers, wie auch des Handels. Dies erlaubte ihm die Erlangung von breiterem Wissen, welches er heute tagtäglich in seinen Beratungen von Betroffenen einfliessen lassen kann.


 monika meyer

Monika Meyer, Audioagoin

Verständigungstraining

Ich höre mit den Augen: Ist das Gehör beeinträchtigt, wird die Kommunikation in allen Lebensbereichen schwieriger: In der Familie, am Arbeitsplatz, in der Freizeit. Es kommt zu Missverständnissen, wenn man den Inhalt eines Gesprächs nicht richtig versteht. Mit einem Hörhandicap ist man täglich gefordert, die Behinderung mit anderen Sinnen und Unterstützung zu kompensieren. Trotz modernster Hörsysteme lässt sich eine mittel- bis hochgradige Hörschädigung nicht vollständig mit Technik ausgleichen. pro audito berner oberland bietet deshalb Kurse für Verständigungstraining an.

Absehen der Sprechbewegungen hilft verstehen: Die auditive Wahrnehmung des Menschen stützt sich sowohl auf das Hören wie auch auf visuelle Reize. Hörbehinderte verstehen Sprache deshalb besser, wenn sie lernen, die Mundbewegungen des Gesprächspartners zu lesen. Ein Verständigungstraining von pro audito berner oberland beinhaltet Grundlagenwissen über das Hören und Verstehen, Hörtraining, Absehen und Interpretieren der Sprechbewegungen und weitere Themen.

Besser verstehen, besser leben: Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Lippenlesen – auch Ablesen genannt – die Sprachverarbeitung im Gehirn intensiviert. Für Hörgeschädigte ist Lippenlesen eine wichtige Fähigkeit, um Sprache zu verstehen, insbesondere wenn mehrere Personen gleichzeitig sprechen und in lärmiger Umgebung. pro audito berner oberland bietet mit den Verständigungstrainings das nötige Wissen und die praktische Übung.

Die Verständigungstrainings werden von diplomierten Audioagoginnen geleitet. Der Unterricht in Kleingruppen eignet sich für Neubetroffene jeden Alters wie auch für Personen mit langjähriger Höreinschränkung. Einzeltrainings sind nach der Versorgung mit einem Innenohr-Implantat angezeigt und werden in der Regel von der Versicherung bezahlt. Die Kurse finden meist in Mundart statt.

Monika Meyer hat eine Ausbildung als Kaufmann Typ S und hat sich als Wiedereinsteigerin nach der Erziehungspause zur Audioagogin ausbilden lassen. Die Erwachsenenbildung SVEB1 gehört ebenso zu dieser Ausbildung wie die Grundausbildung als Gedächtnistrainerin SVGT. Aufgrund ihrer langjährigen Ehe mit ihrem hochgradig hörgeschädigten Ehemann verfügt sie nicht nur über theoretisches Wissen, sondern auch über sehr viel praktische Erfahrung. Monika Meyer ist seit 2010 hauptverantwortlich für alle Kurse von pro audito berner oberland. 


 

„Umgang mit Betroffenen“ ein Workshop für Guthörende

Jetzt hast du neue Hörgeräte - jetzt ist alles wieder gut! Oder etwa doch nicht? Leider kann auch die beste Technik kein gesundes Ohr ersetzen. Eine gute Versorgung hilft, die Folgen einer Hörminderung zu lindern, aber es bleibt trotz allem ein Handicap bestehen.

Ist das Gehör beeinträchtigt, wird die Kommunikation in allen Lebensbereichen schwieriger: In der Familie, am Arbeitsplatz, in der Freizeit. Es kommt zu Missverständnissen, wenn die betroffene Person den Inhalt eines Gesprächs nicht richtig versteht. Mit einem Hörhandicap ist man täglich gefordert, die Behinderung mit anderen Sinnen und Unterstützung zu kompensieren.

Die auditive Wahrnehmung des Menschen stützt sich sowohl auf das Hören wie auch auf visuelle Reize. Hörbehinderte verstehen Sprache deshalb besser, wenn sie lernen, die Mundbewegungen des Gesprächspartners zu lesen.

 

Lernen Sie in unserem Workshop für Guthörende, wie Sie den Hörgeschädigten die Kommunikation mit Ihnen erleichtern können und ihnen so zu etwas mehr Lebensqualität verhelfen.

 

Monika Meyer, Audioagoin

Verständigungstraining

Ich höre mit den Augen: Ist das Gehör beeinträchtigt, wird die Kommunikation in allen Lebensbereichen schwieriger: In der Familie, am Arbeitsplatz, in der Freizeit. Es kommt zu Missverständnissen, wenn man den Inhalt eines Gesprächs nicht richtig versteht. Mit einem Hörhandicap ist man täglich gefordert, die Behinderung mit anderen Sinnen und Unterstützung zu kompensieren. Trotz modernster Hörsysteme lässt sich eine mittel- bis hochgradige Hörschädigung nicht vollständig mit Technik ausgleichen. pro audito berner oberland bietet deshalb Kurse für Verständigungstraining an.

Absehen der Sprechbewegungen hilft verstehen: Die auditive Wahrnehmung des Menschen stützt sich sowohl auf das Hören wie auch auf visuelle Reize. Hörbehinderte verstehen Sprache deshalb besser, wenn sie lernen, die Mundbewegungen des Gesprächspartners zu lesen. Ein Verständigungstraining von pro audito berner oberland beinhaltet Grundlagenwissen über das Hören und Verstehen, Hörtraining, Absehen und Interpretieren der Sprechbewegungen und weitere Themen.

Besser verstehen, besser leben: Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Lippenlesen – auch Ablesen genannt – die Sprachverarbeitung im Gehirn intensiviert. Für Hörgeschädigte ist Lippenlesen eine wichtige Fähigkeit, um Sprache zu verstehen, insbesondere wenn mehrere Personen gleichzeitig sprechen und in lärmiger Umgebung. pro audito berner oberland bietet mit den Verständigungstrainings das nötige Wissen und die praktische Übung.

Die Verständigungstrainings werden von diplomierten Audioagoginnen geleitet. Der Unterricht in Kleingruppen eignet sich für Neubetroffene jeden Alters wie auch für Personen mit langjähriger Höreinschränkung. Einzeltrainings sind nach der Versorgung mit einem Innenohr-Implantat angezeigt und werden in der Regel von der Versicherung bezahlt. Die Kurse finden meist in Mundart statt.

Monika Meyer hat eine Ausbildung als Kaufmann Typ S und hat sich als Wiedereinsteigerin nach der Erziehungspause zur Audioagogin ausbilden lassen. Die Erwachsenenbildung SVEB1 gehört ebenso zu dieser Ausbildung wie die Grundausbildung als Gedächtnistrainerin SVGT. Aufgrund ihrer langjährigen Ehe mit ihrem hochgradig hörgeschädigten Ehemann verfügt sie nicht nur über theoretisches Wissen, sondern auch über sehr viel praktische Erfahrung. Monika Meyer ist seit 2010 hauptverantwortlich für alle Kurse von pro audito berner oberland.